Mein Eindruck war

An dieser Stelle haben An- und Zugehörige die Möglichkeit ihre Eindrücke mitzuteilen und einiges über die gemeinsame Zeit und das Erlebte zu berichten.

Danke

Eigentlich sagt dieses kleine Wort alles und es bedarf keiner weiteren Erklärung. (manchmal haben wir das Gefühl man hört es in dieser Zeit zur selten). Trotzdem klingt es uns ein wenig zu unpersönlich. Warum?

Wer ist das „Hospiz“? Die Institution oder der Name sind es nicht. Es sind die Menschen die hinter all dem stehen. Genau diesen Menschen am Pflegebett, in der Küche, in der Verwaltung, in der geistlichen Betreuung und auch dort wo wir sie nicht gesehen haben, genau diesen Menschen - Ihnen - gilt unsere Dankbarkeit. 

Sie alle gehen mit den besonderen Bedingungen im Hospiz sehr herzlich und gleichzeitig professionell um. Bitte bleiben sie mit Ihren unterschiedlichen besonderen Gaben und Fähigkeiten so wie sie sind. 

Heimat ist etwas ganz besonderes, der Begriff lässt sich nicht so leicht definieren. Wir glauben sagen zu dürfen, dass das Hospiz auf diesem letzten Lebensabschnitt unserer Mutter ihre vorletzte Heimat war. 

Auch für uns war die Zeit im Hospiz eine ganz Besondere. Wir haben gelacht, geweint, gehofft, geflucht und gebetet, gegessen und geschlafen, alles wie im „normalen“ Leben, nur viel intensiver. 

Wir wünschen Ihnen für Ihre weitere Arbeit Gottes Segen.

Udo Füllmar und Andrea Füllmar

Liebes Team vom Hospiz St. Elisabeth,

ganz herzlich möchte ich mich bei Ihnen allen bedanken, für die wunderbare Versorgung und Pflege, die mein Vater Gerd Neydek bei Ihnen „Genossen“ hat. Ja, wirklich! Er hat die 4 Monate in Ihrem Haus genossen, mindestens die erste Zeit, als seine Beschwerden noch gering waren, auch wenn er es nicht zeigen konnte. Aber auch bis zum Schluss hat er es so zu schätzen gewusst, dass er seine Wünsche frei äußern durfte, dass man ihn zu keinerlei Maßnahmen drängte, die er nicht mehr wollte, dass alle immer freundlich waren und ihm seine Wünsche erfüllt wurden.

Durch die Aufnahme bei Ihnen kamen wir nach vielen Quälereien zur Ruhe. Dadurch hatten wir noch ein paar schöne Monate, in denen wir uns näher waren als je zuvor.

Danke, für die liebevolle Betreuung. Die Gewissheit meinen Vater gut untergebracht zu haben, hat uns sehr geholfen. Von Herzen ein großes Dankeschön an das gesamte Team – wir haben uns hier so wohl gefühlt, in so warmer und herzlicher Atmosphäre. Dankeschön.

Vielen Dank

Christine Rohrdiek (33 Jahre)

Wenn ein Mensch lange Zeit lebt

"Wenn ein Mensch lange Zeit lebt, sagt die Welt, es wird Zeit, daß er geht."
So hat es Ulrich Plenzdorf 1973 für die "Puhdys" geschrieben.

Es ist müßig, darüber zu diskutieren, wann dieser Zeitpunkt gekommen ist. Die Entscheidung darüber, wann ein Mensch geht, liegt in der Regel nicht in unserer Hand.

Meine Mutter Edeltraud Husemann (*1924) durfte ein langes selbstbestimmtes Leben in guter Gesundheit verbringen. Sie war weit über 80 Jahre alt, als sie noch ab und an im Büro des Familienbetriebs arbeitete, den sie seit 1945 mit aufbaute. Ihr eigener kleiner Haushalt hielt sie in Bewegung, tägliches Kochen, viel Lesen, Kontakt zu ihren Kindern, Enkeln und Urenkeln. Das nähere Umfeld war eine Hausgemeinschaft, wie man sie sich nicht besser wünschen könnte.

Wir durften ihren 90. Geburtstag im Dezember 2014 im Kreise der Familie mit Freunden und Nachbarn feiern, und die Fotos ähnelten denen vom ihrem 80. Geburtstag sehr. Allerdings war sie schmaler geworden, ihr Gang war leicht gebückt. Anfang 2015 plagten sie plötzlich starke Schmerzen. Das Gehen fiel ihr schwer, die kleinen Einkäufe wurden seltener, dann plötzlich wurde die Treppe zum unüberwindbaren Hindernis.

Wir brachten sie ins St. Georg Klinikum, ihr letzter Krankenhausaufenthalt lag über vier Jahrzehnte zurück. Nach ein paar Tagen stand die Diagnose fest, die ein nahes Ende bedeutete. Als ich zum ersten Gespräch ins Eisenacher Hospiz ging, das ich bislang nur von außen kannte, war ich innerlich aufgewühlt und unsicher. Nach einem längeren Gespräch mit Frau Malsch konnte ich meiner Mutter mit gutem Gewissen sagen: "Hier bist Du gut behütet.“

Voraussetzung für einen Hospiz-Aufenthalt ist zum einen der "Segen" der Krankenkasse und zum anderen ein freier Platz. Wir hatten Glück, meine Mutter konnte direkt vom Krankenhaus ins Hospiz umziehen. Aus ihrer Wohnung brachten wir einige Dinge mit ins Hospiz, die ihr viel bedeuteten: Fotos ihrer Familie, Bilder und einen Teil ihrer geliebten Bücher, ein Radio. Nach ein paar Tagen sagte sie ganz spontan: "Das hier ist meine letzte Wohnung."

Nahezu jeden Tag empfing sie Besuch: ihre Familie, Freunde, Nachbarn und nicht zuletzt ihre Hausärztin Frau Dr. Brautzsch. Die liebevolle Betreuung rund um die Uhr im Hospiz tat ihr gut, die Schmerzen wurden gelindert. Da sie nicht mehr aufstehen konnte, war ein Pflegeaufwand erforderlich geworden, den wir zu Hause nicht einmal annähernd bewältigen könnten.

Hier im Hospiz ist mir bei meinen Besuchen aufgefallen, dass die Gäste untereinander recht gelassen und zum Teil auch fröhlich und entspannt miteinander umgegangen sind, soweit sie ihre Zimmer alleine oder mit Hilfe verlassen konnten. Meine Mutter hat sich täglich über ihr liebevoll zubereitetes Essen gefreut, nahezu alle Wünsche wurden erfüllt.

Da der Mensch nicht vom Brot alleine lebt, waren ihr die Gespräche mit ihren Pflegerinnen wichtig, aber auch zum Beispiel die Besuche der Musiktherapeutin. Das Leben im Hospiz ist dank des unermüdlichen Einsatzes der Mitarbeiter viel abwechslungsreicher, als ich mir das vorgestellt habe. Das Lebensende eines Hospiz-Gastes ist absehbar, aber die Zeit davor, der letzte Lebensabschnitt, der hat noch sehr viel Lebensqualität in sich.

Natürlich gibt es die traurigen Momente, wenn es gilt, endgültig Abschied zu nehmen, aber die Zeit davor war keineswegs traurig. Wir konnten uns in aller Ruhe mit unserer Mutter über gemeinsame Erlebnisse aus ihrem langen Leben austauschen, es gab neben den Tränen eigentlich mehr zum Lachen und zum Nachdenken.

In den acht Wochen ihres Aufenthalts im Hospiz sind wir uns noch einmal sehr nahe gekommen.

Peter Husemann

Danke

In der Zeit der Hilflosigkeit und Angst haben wir sehr persönlichen, dennoch professionellen Beistand und Unterstützung erfahren. Das Team gab uns die Sicherheit, unseren Sohn der Obhut eines Hauses anvertraut zu haben, welches den christlichen Auftrag der Nächstenliebe praktisch erfüllt.

Wir danken dem Hospiz St. Elisabeth mit allen seinen Mitarbeitenden.

Mit ganz herzlichen Grüßen an Sie und das gesamte Team

Gudrun und Ulrich Dietrich

Liebes Hospiz-Team,

es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen auf diesem Wege noch einmal herzlich

"DANKESCHÖN" zu sagen.

Für uns als Familie war es ein sehr beruhigendes Gefühl, meinen Mann bei Ihnen in den besten Händen zu wissen.

Auch für mich persönlich waren die Gespräche mit Ihnen und die große Anteilnahme nicht selbstverständlich.

Ich bin Ihnen allen sehr dankbar für die herzlichen Worte und die liebevolle Pflege, die meinem Mann und mir, diese schwere Zeit so angenehm wie möglich gemacht haben.

Ganz herzliche Grüße

Cindy Oschmann & Kinder

über zwei Jahre Gast sein dürfen

Liebes Team des Hospiz St. Elisabeth in Eisenach,

im Januar 2016 kam unsere liebe Mutter Gerhild Weise nach einem langen Weg durch viele Krankenhäuser zu ihnen. Mit Ihrer liebevollen, einfühlsamen Pflege und vielen tröstenden Worten, sowie guter Schmerzbehandlung durch die Ärztin, erholte sich unsere Mutter und es ging ihr für eine lange Zeit wieder etwas besser. Sie lebte auf, fing wieder an Strümpfe und Pullover zu stricken. Ein großes Bild wurde von ihr gestickt. Es gab viele schöne Stunden auf der Terasse, am Goldfischteich, im Garten, beim Basteln, beim Adventsfest. Unvergessene Erinnerungen sind das auch für uns. Aber auch viele Tränen und Schmerzen begleiteten uns in den vielen Monaten. Auch eine notwendige Operation im St. Georg Klinikum Eisenach verkraftete unsere Mutter dank der guten, liebevollen Pflege und erholte sich noch einmal davon. Sie hatte Freude an der Musik am Montag. Am Dienstag freute sie sich immer auf den Besuch der Ärztin und war dann manchmal schon ganz ungeduldig. Besuche von Herrn Krug und Frau Malsch schätzte sie sehr. Auch der Physiotherapeut wurde immer sehnsüchtig erwartet. Das Team des Hospiz St. Elisabeth schaffte es immer wieder kleine Höhepunkte für die Gäste zu gestalten. In besonderer Erinnerung blieb ein Besuch im Eisenacher Tierheim. Das war eine schöne Begegnung für sie.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen bedanken, die uns 2 Jahre begleitet haben, mit Schmerzen, Tränen, aber auch Freude und Lachen umzugehen. Danke sagen wir auch für die großen Bemühungen seitens des Hospiz für unsere Mutter, die es ermöglichten, zwei Jahre im Hospiz so gut versorgt zu werden. Dafür sind wir unendlich dankbar. Es war für uns immer eine große Beruhigung, unsere liebe Mutter hier so gut versorgt zu wissen. Unsere Mutter hat am 28.02.2018 ihre Augen nach einem langen arbeitsreichen Leben für immer geschlossen. Am Ende war es eine Erlösung von unendlichen Schmerzen und Leid. Dank der Mitarbeiter des Hospiz St. Elisabeth in Eisenach konnten wir im "Raum der Stille" des Hospizes bei einer sehr bewegenden, würdevollen Aussegnung von unserer Mutter Abschied nehmen. Danke dafür! Jetzt bleiben unendlich viele Erinnerungen an diese Zeit. Für uns bleiben diese zwei Jahre unvergesslich. Gedanken und Erinnerungen begleiten uns täglich. Es ist eine Erfahrung im Leben, die man nicht vergißt und wofür man nur danken kann. Hohe Achtung haben wir für alle Mitarbeiter des Hospizes. Wir danken allen und wünschen viel Gesundheit und Kraft.

im März 2018

G. Hellmuth im Namen aller Angehörigen

Vielen Dank !

Liebe Schwestern! Liebes Mitarbeiter-Team vom Hospiz St. Elisabeth in Eisenach!

Die Entscheidung meinen Opa (Rudi Hoyer 02.08.1929-13.03.2018) in Ihre Einrichtung zu verlegen fiel mir nicht leicht. Dennoch fasste ich den Entschluss. Nachdem mir auch die Diagnose bekannt war dass mein Opa unheilbar krank ist, kam er am 05.03.2018 ins Hospiz St. Elisabeth in Eisenach. Ich kann heute sagen dass mein Opa die letzten Wochen seines Lebens nicht hätte besser betreut werden können.

Der Mensch Rudi Hoyer stand im Mittelpunkt!

Ich traf hier auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die stets freundlich, fürsorgend, warmherzig, stressfrei sowie ausgeglichen auftraten und wirklich alles dafür taten, dass mein Opa eine schöne ihm noch verbleibende Zeit verleben durfte.

An dieser Stelle...      Einfach mal Danke!

Seine Enkeltochter Franziska

14. März 2018

Danksagung

Sehr geehrter Herr Krug, sehr geehrte Frau Malsch und sehr geehrtes Team des Hospizes St. Elisabeth in Eisenach,

da meine Mutter vor einigen Jahren schon Gast in Ihrem Hause sein durfte, wusste ich bereits, dass es keinen besseren Ort für einen sterbenden Menschen gibt und umso glücklicher war ich, als ich bei Ihnen einen Platz  für meinen Mann bekam. Dieser Umstand ist für den Menschen, der am Ende seines Lebens steht und für die hilflosen Angehörigen besser, als der Hauptgewinn in einer Lotterie. Und dies ist Ihnen zu verdanken. Diese Arbeit, welche Sie Tag für Tag leisten, kann man in der besten Schule nicht erlernen.  Es ist kein Beruf sondern Berufung.

Ich habe erleben dürfen, wie Sie und Ihr Team die verbleibende Zeit dieser Menschen, seien es Tage, Monate oder im besten Falle auch Jahre, so lebenswert wie irgend möglich gestalten, mit all Ihren technischen und ideellen Möglichkeiten und weit darüber hinaus. Und abgesehen davon sind Sie auch immer für die leidenden und überforderten Angehörigen die besten Zuhörer und Trauerbegleiter, die man sich wünschen kann.

In diesem Zusammenhang der Angehörigenbetreuung wurden mir auch andere Institutionen empfohlen, deren Dienste, ich nach einmaliger Begegnung mit Sicherheit nicht mehr in Anspruch nehmen werde.

Ihnen danke ich aus tiefstem Herzen und wünsche Ihnen weiterhin die nötige Kraft, die Sie für Ihre Arbeit benötigen.

Gott schütze Sie.

Susanne Korn

26. Oktober 2018

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